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Zitronen-Frischkäse-Tarte

Erstellt am: 19.08.2026 - 11:32 Uhr

Schon wieder Kuchen? Ja… dieses Rezept will genossen werden, weil es so schön und lecker an den Sommer erinnert. 

Ihr Aroma erinnert an sonnenverwöhnte Tage, an eiskalte Getränke und an Abende unter freiem Himmel, die einfach nicht enden wollten – die Zitrone. Sie erreicht ihre intensivste Reife im Sommer, obwohl sie eigentlich eine Winterfrucht ist. Diese Tarte will ein kleiner Trost sein, wenn der Herbst sich schon meldet. Sie ist – einfach gesagt – eine klassische Kombination aus knusprigem Mürbeteig und einer samtigen Frischkäse-Zitronen-Creme.
Die Kombination aus Zitrone und gebackenem Teig hat in der europäischen Patisserie Tradition. Klassische Rezepte wie die französische Tarte au citron oder die portugiesische Zitronentarte (Tarte de Limão) zeigen, wie universell diese Frucht in der süßen Küche eingesetzt wird.  Die hier ganz regional vorgestellte Variante mit Frischkäse ist eine Interpretation – cremig und mit frischer Leichtigkeit.

Zutaten für eine Tarteform (ca. 26 cm Ø):

Für den Mürbeteig: 

• 200 g Mehl 
• 100 g kalte Butter 
• 30 g Zucker 
•100 g Marzipan 
• 50 g gehackte Mandeln 
•1 Prise Salz 
• 1 Ei

Für die Frischkäse-Füllung: 

• 400 g Frischkäse 
• 100 g Crème fraîche oder Sauerrahm 
• 100 g Zucker 
• 3 Eier 
• Abrieb von 2 Bio-Zitronen (unbehandelt) 
• Saft von 2 Zitronen
• 1 Pck. Vanillezucker 
• eine Prise Pfeffer

Zubereitung

Frisch ans Werk. Zunächst für den Teig Mehl, kalte Butter, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Das Marzipan und die Mandeln dazu – und dann das Ei unterrühren. Eine Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kaltstellen.
Der Ofen kann jetzt bereits auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Während der Teig kühlt, die Tarteform einfetten.  Mit Butter oder Margarine gelingt das ganz gut. Die Ränder nicht vergessen: Sie sollten gleichmäßig gefettet sein, damit der Teig nicht anklebt. Nach dem Fetten die Form mit etwas Mehl bestäuben. Das Mehl bildet eine trockene Schicht zwischen Teig und Form. 
Jetzt den Teig ausrollen, in die Form legen und den Rand hochdrücken. Bei dieser hier zubereiteten Tarte fand sich leider keine „standesgemäße“ Form. Allerdings:  Eine normale Springform kann durchaus ähnliche Dienste leisten, wenngleich die andere einen schöneren Rand hat und die Wölbung entstehen kann… Auf beides muss hier verzichtet werden.  
Mit einer Gabel mehrmals in den Teig einstechen und ca. 10 Minuten vorbacken.
In dieser Zeit können der Frischkäse, Crème fraîche, Zucker und Vanillezucker glattgerührt werden. Die Eier nach und nach unterrühren. Zitronensaft und -abrieb hinzufügen. Abschließend die kleine Prise Pfeffer unterheben. Der Pfeffer rundet die Säure ab, ohne zu dominieren
Die Creme auf den vorgebackenen Boden fließen lassen und die Tarte weitere 25–35 Minuten backen, bis die Füllung leicht fest ist (die Mitte darf noch leicht wackeln).
Wichtig: Die Tarte komplett abkühlen lassen und mindestens 3–4 Stunden (besser über Nacht) kaltstellen.

Tipp
Die Tarte schmeckt leicht gekühlt am besten. Für eine spätsommerliche Note können säuerliche Johannisbeeren oder süße Himbeeren zur Dekoration verwendet werden. Oder wie wäre es mit zarten Minzblättern? Frische Minzblätter als Garnitur bringen optisch einen hübschen Kontrast und unterstreichen die Zitrusnote. Wer es experimentierfreudig mag, kann die Minze auch fein gehackt unter die Creme heben. 2–3 Blätter reichen – aber erst kurz vor dem Backen dazu mogeln, damit sie nicht bitter werden.

Und: Die Zitronenschalen nicht wegwerfen! Einfach auf Backpapier bei 50°C im Ofen 1–2 Stunden trocknen, dann in einem luftdichten Glas aufbewahren. Ein paar Schalen in die Schublade gelegt - so bleibt der Sommer noch ein bisschen in der Küche, auch wenn draußen schon die ersten Blätter fallen.

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